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.: Leishmaniose :.

Speziell zu Lanzarote können wir sagen, dass weit unter 1% der Hunde auf der Insel mit Leishmanien infiziert sind. Wobei man noch unterscheiden muss, ist der Hund lediglich infiziert oder tatsächlich erkrankt. Warum ist auf Lanzarote – im Verhältnis zu anderen Inseln wie Ibiza oder Mallorca oder auch dem spanischen / französischen Festland – die Leishmaniose so gut wie nicht verbreitet? Das liegt an den Umweltbedingungen, die auf Lanzarote herrschen.

Auf Lanzarote gibt es kein Süßwasser, ebenfalls sind die Windverhältnisse ungeeignet für die Sandmücke, so dass wir davon ausgehen können, dass Lanzarote kein Endemiegebiet ist. Dies ist den deutschen Tierärzten mittlerweile auch bekannt.

Die Leishmaniose ist mittlerweile ein sehr geläufiger Begriff. Doch kaum jemand weiß, was sich wirklich dahinter verbirgt. Verbunden mit Panikmache und Unwissenheit mutiert die LM zum Damoklesschwert für Jeden, der einen Hund aus dem Süden adoptieren möchte. Leider sind auch einige deutsche Tierärzte noch zu wenig informiert, weil die LM in Deutschland noch nicht so verbreitet ist wie in manch anderen europäischen Ländern. Teilweise wird sogar zur Tötung des Tieres geraten, rein vorsorglich, um eine eventuelle Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Dabei gibt es bisher kaum einen nachgewiesenen Fall, bei dem sich ein Mensch beim Tier infiziert hat. Weder an der Luft noch im Speichel der Tiere (Bisse), sind Leishmanien lebensfähig. Von daher besteht keine Ansteckungsgefahr. Sogar der Kontakt mit frischem Blut ist wenig besorgniserregend. Halten Sie die Grundregeln der Hygiene im Umgang mit LM-kranken Tieren (und Menschen) ein und es besteht keine Gefahr einer Ansteckung.

Die Menschen, die in den Endemiegebieten leben, reagieren gelassen im Umgang mit infizierten Tieren, weil sie aufgeklärt sind und wissen, wie man mit infizierten Tieren und Menschen umgehen muss.

Leider wird immer wieder propagiert, dass die südländischen Hunde hier in Deutschland Krankheiten einschleppen würden, die es bisher bei uns nicht gab. Die geläufigen Mittelmeererkrankungen sind zwischenzeitlich auch alle in Deutschland vertreten, nicht importiert, sondern höchstwahrscheinlich durch die Klimaverschiebungen in den mitteleuropäischen Raum gelangt. Mit jedem Urlaubsflieger, der hier in Deutschland landet, werden mit den Menschen und ihrem Gepäck mehr Erreger eingeschleppt, als sie importierte Tiere mitbringen könnten.

Wir möchten auch nichts herunterspielen. LM ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und unbehandelt führt sie oft zum Tode. Aber sie ist behandelbar und das ist gut zu wissen.

Was ist Leishmaniose?

Die Leishmaniose ist eine weltweit (auch in Deutschland) vorkommende Erkrankung bei Wirbeltieren, also beim Mensch und Tier, die durch parasitäre Einzeller ausgelöst wird. Übertragen wird die LM durch den Stich der Sandmücke (Phlebotomus). Die Einzeller (Leishmanien) siedeln sich primär in der Leber, der Milz, den Nieren und im Knochenmark (viszerale Form) an und können die Organe zerstören. Sekundär können Hautveränderungen (kutane Form) auftreten in Form von schuppigen, haarlosen Stellen, meistens beginnend an den Ohrrändern, um die Augen (Brillenbildung) und an den Ellenbogen. Weitere Hinweise sind übermäßiges Krallenwachstum. Unbehandelt kann sich die kutane Form über den ganzen Körper ausbreiten. Die viszerale Form macht sich zuerst bemerkbar durch allgemeine Schwäche, blasse Schleimhäute, Gewichtsverlust trotz Appetit, Durchfälle, starker Durst, Gelenkentzündungen, Lymphknotenschwellungen, Nasenbluten, Haarausfall. Die Nierenwerte sind oft erhöht.

Es gibt mittlerweile 10 verschiedene Stämme von Leishmanien, deswegen ist es für eine Therapie förderlich, den jeweiligen Stamm zu bestimmen. Leider ist es so, dass in den Laboren meistens nur auf einen Stamm untersucht wird und Ergebnisse dadurch verfälscht werden können.

Nachgewiesen werden kann die Leishmaniose mittels eines Bluttests oder über eine Knochenmarkpunktion. Der Bluttest selber gibt nur Auskunft über die Antikörper, die ein Tier gegen die LM bereits gebildet hat, nicht aber ob der Hund an LM erkrankt ist oder nicht. Über die Knochenmarkpunktion erfolgt der direkte Nachweis der Leishmanien und somit die Feststellung, ob die Krankheit auch ausgebrochen ist. Ein erhöhter oder hoher Antikörpernachweis sagt nichts über die Schwere der Erkrankung aus, sondern lediglich, dass sich das Immunsystem des Hundes bereits mit dieser Krankheit auseinander gesetzt hat. Im Gegenteil, hochgradig erkrankte Hunde haben oftmals einen negativen Titer, weil ihr Immunsystem keine Antikörper mehr bildet.

Tiere die in Endemiegebieten aufgewachsen sind, haben meistens einen guten Immunstatus gegen LM. Trotzdem können auch diese Tiere an LM erkranken. Maßgeblich hängt eine Erkrankung vom allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres ab. Aber auch die Psyche spielt eine große Rolle. Stressfaktoren wie Halterwechsel, Futterumstellung, Streit in der Familie, etc. können den Ausbruch von LM begünstigen. Wie bei allen Infektionskrankheiten müssen die Laborergebnisse immer im Zusammenhang mit klinischen Symptomen gesehen werden.

Die Inkubationszeit der LM beträgt bis zu 7 Jahren !! Ein heute negativ getesteter und als gesund aus dem Tierheim entlassener Hund kann morgen trotzdem infiziert bei Ihnen ankommen. Oft werden auch nur äußerst unzureichende Schnelltests gemacht. Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, lassen Sie ihr Tier frühestens 3 - 6 Monate nach Ankunft (dann sind die Stressfaktoren abgeklungen) auf die Mittelmeererkrankungen untersuchen.

Podencos erkranken übrigens relativ selten an Leishmaniose, auch wenn sie aus Endemiegebieten kommen. Ihr Immunsystem kommt bestens mit dieser Erkrankung zurecht und es kommt so gut wie nie zu einem Ausbruch der LM. Durch die Einkreuzung mit dem Greyhound trifft diese Aussage leider nicht auf den Galgo zu. Woran das genau liegt, kann kein Wissenschaftler erklären. Dafür gibt es Hunderassen, die es besonders häufig trifft. Genannt sind da der Husky, DSH und der Bobtail.

Die Sandmücke

Die Sandmücke kommt in allen mediterranen Ländern, im mittleren Teil Europas, sowie Osteuropa vor. Auch in der Schweiz, Österreich und Deutschland ist die Sandmücke mittlerweile beheimatet. Die Sandmücke ist vom Frühjahr bis zum Herbst aktiv, ganz besonders in den Monaten August und September. Die Sandmücke ist windempfindlich, verträgt keine Höhen über 800 m und benötigt Süßwasser zum Überleben. Man schätzt, dass etwa 0,5% der Sandmücken die Leishmaniose übertragen können. Durch die Windempfindlichkeit wird sich die Sandmücke niemals direkt am Meer aufhalten und sie ist ca. 1 Stunde nach Sonnenuntergang bis 1 Stunde vor Sonnenaufgang aktiv.

Proyhylaxe

Bisher gibt es noch keine auf dem Markt zugelassenen Impfstoffe, es wird aber weiterhin geforscht und man kann auf einen baldigen Durchbruch hoffen. Bis dahin gilt die Empfehlung, nachts nicht im Freien zu schlafen und bei Reisen in Endemiegebiete dem Tier mindestens 14 Tage vor Abreise das Scalibor-Halsband anzulegen, damit sich der Wirkstoff über den ganzen Körper ausbreiten kann.

Therapie

In erster Linie ist eine Stabilisierung des Immunsystems wichtig. Hier ist auch der Halter gefragt. Jeder Stress schwächt das Immunsystem des Hundes. Liebe, Fürsorge, gutes Futter und ganz besonders innere Ruhe und Ausgeglichenheit helfen Ihrem Hund. An Medikamenten wird entweder das Allopurinol oder Glucantime verabreicht. Je nach Schwere der Erkrankung wird die Dauer der Eingabe verordnet.


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